Fibromyalgie

Viele von Ihnen werden die Krankheit nicht kennen,

bei mir ist die Diagnose im Februar 2002 gestellt worden.

 

Was ist Fibromyalgie ?

Die Fibromyalgie (Abkürzung: FM)

Nach neusten Erkenntnissen handelt es sich bei Fibromyalgie

um eine Störung bei der Verarbeitung von Schmerzen,

deren Ursache im Zentralnervensystem zu suchen ist und nicht im Muskel selbst.

Fibromyalgie zählt nicht zum rheumatischen Formenkreis.

Die FM ist auch keine Gelenkerkrankung, entzündliche- oder Wirbelsäulenerkrankung.

Der Schmerz der FM wird allerdings in den Muskeln

und den Gelenken empfunden. Die FM ist eine chronische Schmerzkrankheit,

 die den gesamten Körper erfassen kann. Sie stellt eine eigenständige Krankheit dar

und ist auch von der WHO (Weltgesundheits-Organisation) erfasst und beschrieben.

 Fibromyalgie heißt wörtlich: Muskel-Faser-Schmerz; wir wissen heute aber,

 dass die FM nichts mit Weichteilen oder Muskeln zu tun hat.

Die FM wird sehr häufig von äußerst großen Schmerzen begleitet.

Die chronischen, generalisierten Dauerschmerzen werden überwiegend

als Ganzkörperschmerz in den Muskeln, im Bindegewebe,

an den Sehnenansätzen sowie in den Knochen empfunden und erlebt.

 Die Labordiagnostik ergibt keine Hinweise, da die Entzündungswerte,

 Menge/Art der Antikörper sowie Hormone im Normalbereich liegen.

Auch lässt sich kein Rheuma-Faktor im Blut nachweisen.

Die Bestimmung des Serotonin-Wertes im Blut ist ebenso wenig zur Diagnose heranzuziehen.

Neben den sehr belastenden Schmerzen äußert sich die Krankheit in einer Vielzahl

vegetativer und funktioneller Störungen.

Leitsymptome sind eine erhöhte Schmerzempfindung, rasch eintretende Erschöpfungszustände,

Schlafstörungen, Kopfschmerzen (häufig Migräne), Konzentrationsschwäche,

 Morgensteifigkeit, Restless Legs, chronische Müdigkeit, Reizdarm und –Blase,

 trockene Schleimhäute und vieles andere mehr.

Bei der FM sind eine sehr hohe Zahl an Begleitsymptomen bekannt.

Fibromyalgiker sind Dauerschmerzpatienten, die beruflich wie privat stark eingeschränkt sind,

 was sehr oft zu Isolation, Mutlosigkeit und Depressionen führt. In vielen Untersuchungen

ist aber nachgewiesen worden, dass Fibromyalgie zu keiner Untergruppe

der depressiven Störungen gehört.

Wie viele Menschen leiden an Fibromyalgie ?

In den Praxen der Fachärzte und Ärzte für Allgemeinmedizin bilden die

Fibromyalgie-Betroffenen eine große Patientengruppe.

Schätzungen zufolge leben alleine in der Bundesrepublik Deutschland

über 2 Millionen FM-Erkrankte.

Ca. 80 % der auf Fibromyalgie diagnostizierten Betroffenen sind Frauen.

 

Da viele Ärzte bis heute die seit 1990 anerkannten Diagnosekriterien

des ACR (American College of Rheumatology) nicht kennen,

 kommt es häufig zu vielen kostspieligen und leider damit auch zu überflüssigen

Untersuchungen mit falschen Diagnosen und folglich nicht geeigneten Therapien.

Die durchschnittliche Diagnosegeschwindigkeit bei der FM liegt daher bei 5 bis 7 Jahren !

Die Aufklärung über diese chronische Schmerzkrankheit in Deutschland

ist deshalb über aus wichtig, weil die Dunkelziffer von nicht

diagnostizierten Betroffenen noch viel zu hoch ist.

Für die Versorgungsämter, Krankenkassen und Rententräger

stehen die FM-Betroffenen außerhalb der Normen.

 Eine Heilung der FM ist nach derzeitigem medizinischen Wissensstand nicht möglich;

 aber eine Linderung der vielfältigen Beschwerden, auch mit alternativen Heilmethoden.

 

Wir haben in Osnabrück-Stadt und im Landkreis

mehrere Selbsthilfegruppen und einen Landesverband.

Ich leite seit einigen Jahren zwei Osnabrücker Selbsthilfegruppen,

und bin auch im Landesverband der DFS aktiv vertreten.

Wenn Sie fragen haben, dürfen Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzen.